Geschichte

Die Geschichte ist die Lehrmeisterin des Lebens.
Marcus Tullius Cicero

Unsere Zielperspektive: Die Förderung und Herausbildung eines individuellen
Geschichtsbewusstseins auf mehreren Ebenen (ökonomisch, politisch, moralisch,
weltanschaulich) ist die zentrale Zielperspektive unseres Faches. Sie soll Schülerinnen und
Schüler dazu befähigen, eigene Urteile über historische Vorgänge zu bilden, sich der historisch
gewachsenen Realität ihrer Umwelt bewusst zu werden, Geschichte als Konstruktion zu
erkennen und den gezielten Einsatz oder auch Missbrauch von Geschichte für politische
Zwecke kritisch zu hinterfragen. Darüber hinaus fördert der Geschichtsunterricht das
Bewusstsein für die potenzielle Veränderbarkeit und Verschiedenheit menschlicher
Gesellschaften und Zivilisationen und kann somit sowohl als inspirierendes wie auch
abschreckendes Beispiel dienen. Ganz grundsätzlich bietet der Geschichtsunterricht ein
Fenster in das kollektive Gedächtnis der Menschheit, das den Schülerinnen und Schülern
einen Einblick in das Streben und Hoffen, das Leiden und Kämpfen vergangener Generationen
ermöglichen soll.

Methoden, Inhalte und Kompetenzen: Unser Ziel eines modernen und
handlungsorientierten Geschichtsunterrichtes lässt sich nur mit Hilfe einer Vielzahl
verschiedener Methoden, Medieninhalten und Perspektiven erreichen, die einen handelnden
Umgang mit den Lerninhalten ermöglichen. In diesem Zusammenhang ist uns auch wichtig,
kreatives und digitales Arbeiten, beispielsweise durch die Erstellung eigener Lernvideos oder
Podcasts, zu ermöglichen und zu fördern. Grundlage unseres Faches bleibt dennoch eine
tragfähige Verankerung der Kompetenzen in konkreten fachlichen Inhalten, ohne dabei
jedoch auf Daten und Fakten reduziert zu bleiben. In Übereinstimmung mit den
Anforderungen der modernen Geschichtsdidaktik und der historischen Forschung soll sich der
Geschichtsunterricht inhaltlich nicht nur an den „Taten großer Männer“ orientieren, sondern
neben der politischen Ereignisgeschichte auch den Blick für das Alltags- und Wirtschaftsleben,
weltanschauliche Aspekte oder die Stellung der Frau sowie anderer oft marginalisierter
Gruppen öffnen. Auch der Blick über den deutschen bzw. europäischen „Tellerrand“ ist uns
wichtig.