Sapere aude!
Horaz
Die Fachschaft stellt sich vor
Latein ist nicht nur die Basis vieler moderner Fremdsprachen, sondern selbst eine reiche Literatur-sprache, deren Erzeugnisse die geistige und kulturelle Entwicklung Europas bis in die Gegenwart maßgeblich beeinflussen. Viele Grundsätze, unter die wir unser individuelles Dasein als Menschen stellen und nach denen wir unsere gesellschaftlichen Verhältnisse beurteilen und ordnen, beruhen auf Ideen und Vorstellungen, die bereits von antiken Dichtern und Denkern entwickelt worden sind. Die eingehende Auseinandersetzung damit leistet, weit über alle Aspekte der sprachlichen Schulung hinaus, wertvolle Beiträge zur Bewusstseinsbildung und Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler.
Aus Begeisterung für die großartigen Möglichkeiten, jungen Menschen durch den bewussten Um-gang mit einer alten Sprache neue Wissenshorizonte zu erschließen, sind wir Lateinkolleginnen und -kollegen hochmotiviert, uns gemeinsam mit unseren Lerngruppen und Kursen den Herausforde-rungen des Spracherwerbs zu stellen.
Gute Gründe, um Latein zu wählen…
Förderung der Sprachkompetenz – Die Auseinandersetzung mit der lateinischen Sprache bietet Gelegenheit, auch die grammatikalischen Strukturen der deutschen Sprache besser zu begreifen und damit die eigenen Ausdrucksfähigkeiten zu optimieren. So erhalten die Schülerinnen und Schü-ler einen umfassenden Einblick in die Funktionsweise ihrer eigenen Sprache, mit der regelhaften Folge, dass sich auch ihre muttersprachlichen Kompetenzen deutlich verbessern.
Verbesserung des Wortschatzes – Unsere Gebrauchssprache, ganz abgesehen von der wissen-schaftlichen Fachterminologie, kennt eine Fülle von Begriffen, die als Fremd- oder Lehnwörter aus dem Lateinischen Eingang in das Deutsche gefunden haben; das Erlernen und Memorieren des lateinischen Wortschatzes hilft den Schülerinnen und Schülern bei der Aneignung solcher Fremdbe-griffe, die sie sich bedeutungsmäßig leicht erschließen und zwanglos in ihren Wortschatz integrie-ren können.
Lernen lernen – Die klaren Strukturen der lateinischen Sprache begünstigen eine methodische Lernweise, erziehen die Schülerinnen und Schüler aber andererseits auch zu einem nachhaltigen Pflichtbewusstsein. Die Lerneinheiten bauen planvoll aufeinander auf und verlangen die ausdau-ernde Bereitschaft, sich Vokabeln und Formen systematisch einzuprägen. Die methodische Arbeit an den lateinischen Texten trainiert die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, diese unter sprach-lichen wie thematisch-sachlichen Gesichtspunkten zu analysieren, und wirkt somit einer unreflek-tierten Aufnahme von Inhalten entgegen.
Erwerb des Latinums – Das Latinum stellt für viele universitäre Fachbereiche noch immer eine grundlegende Zugangsvoraussetzung für das Hochschulstudium dar. Mit dem erfolgreichen Ab-schluss der Jahrgangsstufe 10 haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, diesen Nach-weis zu erwerben.
